„Klousda 71/1“ ist einsatzbereit: Neuer Rettungswagen-Stellplatz in Rinchnach in Betrieb genommen
Seit Dienstagmorgen ist Rinchnach (Landkreis Regen) offiziell Rettungswagen-Standort. Bürgermeisterin Simone Hilz gab den ersten Funkspruch ab, der das ehemalige Feuerwehrhausgerätehaus zur neuen Basis für zwei BRK-Rettungswagen machte. Der neue Standort soll die Hilfsfristen im Landkreis verbessern, insbesondere in schwer erreichbaren Gemeinden. Die offizielle Einweihung mit kirchlichem Segen folgt am Sonntag um 12 Uhr.

Seit Dienstagmorgen ist Rinchnach (Landkreis Regen) offiziell Rettungswagen-Standort. Bürgermeisterin Simone Hilz gab den ersten Funkspruch ab, der das ehemalige Feuerwehrhausgerätehaus zur neuen Basis für zwei BRK-Rettungswagen machte. Der neue Standort soll die Hilfsfristen im Landkreis verbessern, insbesondere in schwer erreichbaren Gemeinden. Die offizielle Einweihung mit kirchlichem Segen folgt am Sonntag um 12 Uhr.
Dienstag, 8.55 Uhr, im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus in Rinchnach. Bürgermeisterin Simone Hilz wird in diesem Moment eine besondere Ehre zuteil. „Rinchnach 71/1 meldet sich erstmalig einsatzbereit“, gibt Hilz an die Integrierte Leitstelle in Straubing durch. Damit ist aus dem Gerätehaus offiziell ein Rettungswagen-Stellplatz geworden. Die zwei dort stationierten Rettungswagen vom BRK können ab diesem Moment zu Einsätzen angefordert werden.
Offizieller Name des Stellplatzes ist „Rinchnach 71/1“. Dass es aber nicht lange dauern wird, bis daraus „Klousda 71/1“ wird, ist bei der offiziellen Inbetriebnahme am Dienstagmorgen allen klar. Im Inneren des Rettungswagens, gleich beim Öffnen der Türe, prangt diese Variante auch bereits in schwarzen Lettern auf dem Wagen.
Viel Lob für alle Beteiligten
Die Grußworte eröffnete Rita Röhrl, BRK-Kreisvorsitzende. „Für uns vom Roten Kreuz ist dieser Standort hier ein riesen Gewinn“, führte sie aus. Ein besonderes Lob sprach sie den Sanitätern aus, die vor Ort sind und die Einsätze fahren, „ohne euch wären wir nichts“. BRK-Kreisgeschäftsführer Franz Lobmeier konnte dann zahlreiche Ehrengäste zur Inbetriebnahme begrüßen, darunter Landrat Ronny Raith, Vertreter des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Straubing, Markus Damböck, Kreisbrandrat Hermann Keilhofer und die Führungsmannschaft vom BRK-Kreisverband Regen.
Für zwei Anwesende hatte Lobmeier besonders lobende Worte übrig: Alfred Aulinger, Leiter des Rettungsdienstes, und Haustechniker Franz Mühlbauer. „Alfred, ich weiß, dass dir die Übernahme dieses Standortes eine Herzensangelegenheit war und ist. Dementsprechend hast du dich hineingekniet“, führte Lobmeier aus. Besonders viel Anerkennung aber zollte der Kreisgeschäftsführer Franz Mühlbauer: „Ohne dich wäre das Projekt hier nicht so schön geworden und ohne dich hätten wir es uns nicht in der Form leisten können.“ Mühlbauer sei Architekt, Bauleiter, Handwerker, Motor und Antreiber auf der Baustelle gewesen.
Ein Rettungswagen soll nicht länger als zwölf Minuten brauchen, um zu einem Einsatzort zu gelangen. In einem Flächenlandkreis wie Regen ist das durchaus sportlich. In einem Gutachten vom Jahr 2023 wurde deutlich, dass die Hilfsfristen vor allem in den Gemeinden Kirchberg, Kirchdorf und Eppenschlag nicht eingehalten werden können.
„Es ist ein guter Tag für den Landkreis“
Ein neuer RTW-Stellplatz in Rinchnach wurde daraufhin empfohlen. Christian Aulinger, Projektleiter und 2. BRK-Kreisgeschäftsführer, erinnerte sich: „Im Mai 2024 haben wir die Vergabeunterlagen bekommen und dann gingen sechs harte Wochen los.“ Am 15. Oktober flatterte der positive Vergabeentscheid ins Haus und dann startete der Umbau. Der Standort in Rinchnach sei nicht zuletzt deswegen günstig, weil von dort aus zusätzlich Regen und Zwiesel unterstützt werden können. Die Mitarbeiter für den Standort kommen größtenteils aus Regen, vor Ort wird es jedoch einen festen Ansprechpartner geben.
Rund vier Prozent der Landkreisbevölkerung lebt in Rinchnach – dass diese Gemeinde jetzt neben Regen, Zwiesel, Viechtach und Bodenmais einen Standort für Rettungswagen hat, ist für Bürgermeisterin Simone Hilz etwas ganz Besonderes. „Ich bin wirklich absolut stolz“, richtete sie ihre Worte an die Anwesenden. „Mit diesem Standort können die Einsatzzeiten in der Region stark verkürzt werden. Ich freue mich vor allem, dass wir als Partner das Rote Kreuz gewinnen konnten.“ Sie wünsche den Rettungskräften viel Kraft und: „Kommt’s stets gut wieder heim.“
Als „guten Tag für den Landkreis“ bezeichnete Landrat Ronny Raith die Inbetriebnahme. „Vor allem die Menschen im östlichen Landkreis, aber auch darüber hinaus, profitieren von dem neuen Standort“, schlussfolgerte Raith. Es sei ein Tag der Freude für alle Beteiligten, vor allem aber für die Menschen in Rinchnach und im Landkreis. Offiziell eingeweiht wird der Stellplatz am kommenden Sonntag um 12 Uhr. Da gibt es dann auch den Segen der Geistlichkeit.
Und die Menschen, die hatten schnell was von dem neuen Standort. Um 11.57 Uhr am Dienstag war es bereits so weit und „Rot-Kreuz Rinchnach 71/1“ ist zu seinem ersten Notfalleinsatz ausgerückt. „Es handelte sich um einen internistischen Notfall in der Gemeinde Kirchberg“, teilte Franz Lobmeier am Nachmittag mit.