BRK-Bereitschaft blickt auf 3500 Arbeitsstunden
Andrè Sobozenski bleibt an der Spitze der BRK-Bereitschaft – Neuwahlen und Ehrungen

Bodenmais. Wer Medizinstudium, Facharztausbildung, Rettungsdienst und die Führungsverantwortung von BRK und Arberschützen unter einen Hut bringen kann, dabei noch hobbymäßig als Laiendarsteller auf der Bühne steht, muss eine außergewöhnliche Person sein: Andrè Sobozenski ist so ein junger Mensch. In der Jahreshauptversammlung der Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Bodenmais im Gasthaus Sternknöckel in Waid schenkten ihm die Mitglieder für weitere vier Jahre vollstes Vertrauen für das wichtige Amt, das er seit 2021 ausübt.
„Vom einstigen Tourismus-Lehrbub zum künftigen Facharzt. Wir haben dir viel zugetraut, du hast dir alles selbst erarbeitet, hast etwas aus deinem Leben gemacht“, lobte Bürgermeister Michael Adam.
BRK-Bereitschaft hat derzeit 69 Mitglieder
Zur turnusgemäßen Jahreshauptversammlung konnte Soboczenski unter den zahlreich erschienenen BRK-Mitgliedern auch Bürgermeister Michael Adam, stellvertretenden BRK-Kreisgeschäftsführer Christian Aulinger, BRK-Kreisbereitschaftsleiterin Bianca Schiller, stellvertretender BRK-Leiter Rettungsdienst, Erwin Trauner, den neuen Leiter Stefan Aulinger von der Patenbereitschaft Raindorf, Feuerwehrkommandant Josef Göstl und Bereitschaftsmitglied Josef Göstl und Ehrenmitglied Maria Andres begrüßen.
Im Totengedenken wurde an Erika Lang erinnert, die 1953 in das BRK Bodenmais eintrat, in den 1970er Jahren den Sanitätsdienst leitete und die Ehrennadel des BRK in Silber (1973) sowie das Silbernen Ehrenzeichen des Freistaates Bayern (1978) überreicht bekam.
Der vielseitige Einsatz des Bodenmaiser BRK widerspiegelte sich im Rechenschaftsbericht von Soboczenski. Dazu zählten diverse Sanitätsdienste bei Festen und Veranstaltungen, die Beteiligung an kirchlichen und weltlichen Feiern, die Gratulation zum 85. Geburtstag von Georg Drexler, Großübung der Zellertal-Feuerwehren, der Besuch beim Weinfest der Patenbereitschaft Raindorf im Dorfkulturhaus Untermitterdorf, die BRK-Ehrenzeichenverleihung, bei der Ilse Strohmeier, Heidi Weikl und Gabi Ellerbeck für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden, mehrere Blutspendetermine, verschiedenen Besprechungen, Vorstandssitzungen und Ausbildungsmaßnahmen. Besonders hervorzuheben ist die Defibrilator-Übergabe an die Gemeinde Bodenmais sowie die Verteilung von Weihnachtsgeschenken an die aktiven Mitglieder.
„Auch im bisherigen Jahr 2025 haben wir uns bereits engagiert“, betonte der Bereitschaftsleiter und erwähnte die Sanitätsdienste für die Winterparty, den Arberblitz und den Faschingszug. Besonders erfreulich: Die erfolgreiche Ausbildung von Daniela Miethaner, Laura Stadler und Miriam Bauer zu Rettungsdiensthelferinnen sowie von Silvana Saxinger und Robert Geiger zu Rettungssanitätern. Ein weiterer großer Erfolg ist der abgeschlossene Fachlehrgang für Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene (PSNV-B) von Irmgard Reindl.
Schriftführerin Anja Weikl gab genauen Aufschluss zur Mitgliederstatistik: Die BRK-Bereitschaft besteht aktuell aus 69 Mitgliedern, die sich aus 28 weiblichen und 41 männlichen Mitgliedern zusammensetzen. Neu hinzugekommen sind Sebastian Schirrmacher, Robert Geiger, Bastian Baier, Julia Penzkofer und Lukas Penzkofer. Leider musste heuer bereits ein Sterbefall sowie ein Austritt aufgrund eines Umzugs verzeichnet werden. Zudem schieden zum 31. Dezember 2024 acht Mitglieder wegen der Erhöhung des Mitgliedsbeitrags auf 15 Euro aus. Außerdem verfügt das BRK über vier Ausbilder im Bereich Erste Hilfe, zwei Ausbilder im Bereich Erste Hilfe am Kind, vier Ausbilder für die Sanitätsdienstausbildung, einen Ausbilder für den Fachlehrgang Rettungsdienst sowie zwei Instruktoren für den AED (Defi).
„Im abgelaufenen Jahr konnten wir sagenhafte 3500 geleistete ehrenamtliche Stunden verzeichnen“, machte die Schriftführerin deutlich – darunter 1215 ehrenamtliche Rettungseinsatzstunden.
In Vertretung von Schatzmeister Sebastian Segl trug Andrè Soboczenski den Kassenbericht vor, der ein kleines erwirtschaftetes Plus aufwies. Die Einnahmen bestehen aus Sanitätsdiensten, Mitgliedsbeiträgen, Geldspenden und Zuwendungen. Die Ausgaben liegen bei der Anschaffung einer Übungspuppe, Versicherungen, Lehrgängen, Nachrufe und Geschenke für Ehrungen.
„Das Jahr 2024 war für die Helfer vor Ort (HvO) Bodenmais wieder relativ ruhig“, führte Leiter Stefan Geiger aus. Die Mitgliederzahl ist auf zehn gesunken. Die Statistik der HvO Bodenmais weist 136 alarmierte Einsätze auf, 108 in Bodenmais und 28 in Böbrach, davon vier Reanimationen, drei Kindernotfälle und neun Verkehrsunfälle.
„Gigantische Anzahl“ an Einsatzstunden"
Karl Brandl, Leiter der Helfer vor Ort (HvO) Zellertal, konnte von insgesamt 344 Einsätzen berichten, davon zehn Reanimationen, 15 Verkehrsunfälle und zehn Kindernotfälle. Die überwiegende Anzahl waren internistische Notfälle. Sieben neue HvOler kamen 2024 hinzu, 16 Mitglieder sind es derzeit.
Reibungslos verliefen die von Christian Aulinger und Erwin Trauner geleiteten Neuwahlen: Bestätigt in ihren Ämtern wurden Bereitschaftsleiter Andrè Soboczenski sowie die beiden Bereitschaftsärzte Dr. Elisabeth und Dr. Lucas Friedl. Neu auf ihren Posten sind stellvertretender Bereitschaftsleiter Rudi Klingl, Schriftführerin Silvana Saxinger und Schatzmeister Stefan Geiger. Karl Brandl gehört der erweiterten Vorstandschaft als HvO-Leiter Zellertal an.
BRK-Kreisbereitschaftsleiterin Bianca Schiller zollte der BRK-Bereitschaft Bodenmais ihren Respekt ob der „gigantischen Anzahl“ an Einsatzstunden. Stellvertretender BRK-Kreisgeschäftsführer Christian Aulinger danke dem Bodenmaiser BRK für das Engagement. Beide Redner stellten, wie auch Bürgermeister Michael Adam, die gute Zusammenarbeit, das geleistete Pensum und die hervorragende Aus- und Fortbildung heraus.
Schließlich wurden noch langjährige Mitglieder von Christian Aulinger und Bianca Schiller geehrt. Für fünf Jahre: Dagmar Riedel und Michael Saller jun.; für 20 Jahre: Sandra Brunner; für 30 Jahre: Sebastian Segl; für 45 Jahre: Franz Fischer; für 65 Jahre: Maria Andres.