Bergwacht Arnbruck feierte Jubiläum
Jubiläumsabend mit Bilderschau im Dorfwirtssaal – Ehrungen für 25, 40 und 50 Jahre treue Mitgliedschaft

Arnbruck. Eine beeindruckende Vorstellung des Wirkens der Bergwacht im Verbund mit anderen Einrichtungen und Verbänden des Katastrophenschutzes und der Menschenrettung ist der Jubiläumsabend der Bergwacht-Bereitschaft Arnbruck am Freitagabend im vollen Dorfwirtssaal gewesen.
Dort hatten sich die Mitglieder eingefunden, denen eine ganze Reihe von Ehrengästen aus Politik und Verbänden Respekt für ihre Arbeit zum Wohl der Bevölkerung zollten.
Zuvor hatten alle beim Gottesdienst in der Pfarrkirche der verstorbenen Mitglieder Rudolf Baier, Alois Bauer, Alois Köppl, Rudi Traurig, Heinz Jungbeck, Heinrich Sogerer, Franz Fischer und Franz Traurig gedacht. Der Arnbrucker Viergsang sang dazu die Waldlermesse.
Bereitschaftsleiter Sepp Hutter begrüßte anschließend stellvertretenden Landrat Willi Killinger, die Bürgermeister Hermann Brandl (Arnbruck) und Stellvertreter Gerhard Hirtreiter, Hans Hutter (Drachselsried) und Stellvertreter Egon Probst, 2. Bürgermeister Johann Sturm (Bodenmais), BRK-Kreisvorsitzenden Walter Fritz und Geschäftsführer Günter Aulinger (Regen), Bergwacht-Regionalleiter Robert Heilig, Vertreter der Bergwachten Lam, Viechtach, Ruhmannsfelden, Zwiesel und Furth im Wald sowie Kreisbrandmeister Josef Bauer und die Spitzen der Feuerwehren aus dem Zellertal.
In kurzen Grußworten gratulierten die Ehrengäste zum 50-jährigen Bestehen. Die Feier fiel exakt auf den Tag der Gründungsversammlung am 18. Oktober 1969. Stellvertretender Landrat Willi Killinger hob hervor, wie sehr sich die Aufgaben der Bergwacht geändert und vermehrt hätten, und wie stark sich die Bergwacht in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zum Wohl der Bevölkerung eingebracht habe.
Bürgermeister Hermann Brandl, selbst langjähriges Mitglied, würdigte die große Aktivität der Bergwacht innerhalb und außerhalb Arnbrucks und die gedeihliche Zusammenarbeit mit der Gemeinde.
Pfarrer Josef Gallmeier betonte, dass in der Bergwacht das gemeinschaftliche Helfen im Vordergrund stehe und auch Kreisbrandmeister Josef Bauer dankte für die sehr gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr bei der Suche nach Vermissten.
BRK-Kreisvorsitzender Walter Fritz lobte den Beitrag der Bergwacht im Verbund der Rettungsverbände im Roten Kreuz mit rund 300 Ehrenamtlichen und Bediensteten im Landkreis.
Auch Robert Heilig, der Leiter der Bergwacht-Region Bayerwald, stellte das fein abgestimmte und erprobte Zusammenwirken mit den Rettungsverbänden und der Integrierten Leitstelle Straubing heraus.
Nach den Grußworten lud die Bergwacht zum Büffet ein, das Dorfwirtin Monika Wieser und ihr Serviceteam vorbereitet hatten, während Benedikt Schrötter und Johannes Breu als Duo "Haut scho hi" bei angenehmer Lautstärke zünftig übers Mahl spielten.
Ehrenbereitschaftsleiter Willi Tremmel hatte für den Jubiläumsabend eine hochinteressante Powerpoint-Schau zusammengestellt, in der er nicht nur auf die gesellschaftlichen Ereignisse und Höhepunkte einging, sondern vor allem im letzten Teil allen eine anschauliche Vorstellung vermittelte, wie stark sich das Aufgabengebiet der Bergwacht verändert und vergrößert hat:.
So lag der Schwerpunkt des Dienstes 1969 zu 85 Prozent bei der Hilfe nach Skiunfällen am Eck und Riedlberg, doch liegt dieser Anteil 2019 nur noch bei 25 Prozent, berichtete er. Weitere 25 Prozent entfallen auf Hilfsleistungen für Langläufer, 40 Prozent machen Einsätze im Sommer aus für Wanderer und Mountainbiker und 15 Prozent entfallen auf Einsätze wie Vermisstensuchen oder Rodelunfälle, berichtete Tremmel.
Den erheblich gestiegenen Anforderungen mussten auch die Ausrüstung sowie Aus- und Fortbildung folgen bis hin zu spektakulär anmutenden Einsätzen mit dem Rettungshubschrauber, von denen Willi Tremmel etliche Aufzeichnungen vorführte – jeweils unter strenger Beachtung des Datenschutzes. Mit lang anhaltendem Beifall dankten alle für diese hervorragende Präsentation.
EHRUNGEN
Für 50 Jahre wurden Norbert Kirsch, Josef Probst, Josef Tremmel und Herbert Wanninger mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet; für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten Rudi Baier und Josef Jungbeck ebenfalls die goldene Ehrennadel und für 25 Jahre Peter Stoiber und Josef Hutter die silberne Ehrennadel mit der jeweiligen Verleihungsurkunde.